Das Gewerk mit der längsten Vorlaufzeit ist endlich vollendet. Die Fliesen sind drin! Nach knapp einem Jahr Bemusterung konnten wir uns endlich entscheiden. Warum wir uns kurz vor knapp noch vom Team Massivhaus Fliesenleger getrennt haben und was uns sonst noch schlaflose Nächte bereitet hat, lest ihr im Folgenden.

Die große Fliesenschau

Bereits Anfang 2017, noch weit vor der Planungsphase bei Team Massivhaus, waren wir bei verschiedenen Fliesenhändlern zu Gast. Klar war für uns von Anfang an, dass das komplette EG gefliest werden soll und dass es im Wohnzimmer Fliesen in Holzoptik werden. Da das aber zur Zeit scheinbar jeder will, ist das Angebot riesig. Wir wollten uns unbedingt festlegen, bevor das 2. Kind kommt. Hätten wir das mal geschafft. Danach wurde das Bemustern noch abenteuerlicher.

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Kurz vor Weihnachten 2017 waren wir das erste Mal bei Teams Haus- und Hof Fliesenleger. Völlig fertig von einer 1 1/2 stündigen Autofahrt mit einer 6 Monatigen, durften wir dann 3 Stunden lang Fliesen auf engstem Raum bemustern. Beraten wurden wir durch die Frau vom Chef, die zwar ein Gefühl für Farben hatte, mehr aber auch nicht. Wir verließen den Ort ohne Musterfliesen, dafür mit einem heulendem Kind und dem Gefühl, nicht das richtige getan zu haben. Fliesen direkt beim Team Fliesenleger zu kaufen, hat den Vorteil, dass er sich um Anlieferung und Abtransport kümmert und der Verschnitt zu seinen Lasten geht. Das ist positiv, allerdings waren die Fliesen dafür auch relativ teuer im Vergleich zu Händlern in unserer Umgebung.

Der Schock

Ende Januar 2018 bekamen wir das Angebot zugesandt, bei dem wir gut gestaunt haben. Da wir das komplette EG fliesen wollen, hatten wir etwas mehr als die Fläche, die im Team Vertrag inklusive war. Auch großformatige Fliesen hatten einen Aufpreis in der Verlegung. Großformatig heißt, größer als 30×30. Wir bewegten uns bei allen bemusterten Fliesen am oberen Limit für den Format Aufpreis. Dazu kam noch das erstellen von Abmauerungen, Wandnischen und Fliesenschienen. Langer Rede kurzer Sinn: Das Angebot war doppelt so hoch wie das geplante Budget. Eine genauere Analyse des Angebots hat ergeben, dass es am sinnvollsten ist, nur die inklusiv Quadratmeter vom Team Fliesenleger machen zu lassen. Wir haben uns also auf die Suche nach einem weiteren Fliesenleger gemacht.

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Nach gefühlt 20 weiteren Besuchen bei Fliesenhändlern hatten wir so viele Musterfliesen zu Hause, dass wir schon gar nicht mehr wussten, wo wir welche Fliese her hatten. Mittlerweile waren wir aber echte Fliesenexperten geworden. Feinsteinzeug, anpoliert, kalibriert und rektifiziert waren längst keine Fremdwörter mehr für uns. Unsere Kinder kannten sich in den Läden inzwischen auch bestens aus und liefen schnurstracks Richtung Spielecke, sofern es eine gab.

Der Fliesenleger

So richtig entscheiden konnten wir uns aber immer noch nicht. So kam es, dass wir noch ein 2. Mal zum Team Massivhaus Fliesenleger gefahren sind. Vielleicht haben wir ja letztes Mal nicht alles gesehen. Dieses Mal wurden wir von einem Herrn beraten, der offensichtlich vom Fach war, dafür aber sehr unfreundlich. Wir wurden permanent gedrängt, uns endlich zu entscheiden. Es mache überhaupt keinen Sinn hier weiter darüber nachzudenken, ob wir dieses oder jenes grau nehmen, da die Fliesen bei uns im Haus eh wieder ganz anders aussehen. Auf Nachfrage haben wir dieses Mal immerhin eine Musterfliese mitbekommen. Für den Flur wurde uns statt einer anpolierten Fliese eine glasierte empfohlen. Die Aussage war, dass die anpolierte leichter zerkratzen wird, wenn man mal Steine unter den Schuhen hat. Wieder zu Hause angekommen haben wir sofort den Test gemacht. Unser Großer ist mit dreckigen Schuhen einmal auf der glasierten und einmal auf einer der vielen anpolierten Fliesen, die wir mittlerweile zu Hause hatten, rumgesprungen. Ergebnis: Die glasierte ist beschädigt, die anpolierte hat keinen Kratzer. Nun stand für uns schon mal fest, dass wir unsere Fliesen woanders kaufen werden.

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Auf der Suche nach einem weiteren Fliesenleger sind wir inzwischen auch fündig geworden. Nicht nur der Preis, auch das Gefühl nach dem Gespräch war viel besser. Wir stellen uns die Frage, ob unser neuer Fiesenleger nicht einfach alles machen könnte. Er konnte, das war klar. Bei Team Massivhaus mussten wir dann aber das gesamte Gewerk herausnehmen. Neben den Fliesenarbeiten waren hier auch die Fensterbänke und Rohrverkleidungen verankert. Glücklicherweise war unser neuer Fliesenleger alles andere als kompliziert und hat uns kurzerhand angeboten, das mitzumachen. Team Massivhaus hat uns eine Summe als Gutschrift angeboten, die ehrlich gesagt ein Witz ist. Vor allem, da mit dieser Summe auch unsere aufpreispflichtigen Fensterbänke und die Bad-Komplett-Abdichtung gutgeschrieben ist. Eine sehr ähnliche Summe hätten wir bereits vor Vertragsunterzeichnung bekommen können, hätten wir das Gewerk direkt gestrichen. Aber nun ist es so. Unser neuer Fliesenleger ist immer noch günstiger und zudem haben wir ein viel besseres Gefühl.

Die Entscheidung

Jetzt fehlten nur noch die Fliesen. Nach ein paar weiteren Ausflügen zum Fachhandel konnten wir uns auch hier endlich entscheiden. Mit akribischer Genauigkeit haben wir dann die Quadratmeter der zu fliesenden Flächen berechnet und überall grob 10% Verschnitt eingerechnet. Eine Woche später durften wir dann 5 Paletten mit Fliesen in Empfang nehmen und ins Haus schleppen. Fürs hochtragen ins OG bietet sich übrigens ein Gerüst an, sofern man noch keine Treppe hat.

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Während der Fliesenarbeiten wollte die Team Massivhaus Sanitär Firma unser Duschboard im OG Bad einbauen. Dieses hatten wir dazu gekauft, weil wir große Fliesen auch in der Dusche haben wollten. Wie sich herausstellte, hatte dieses Duschboard allerdings ein vierseitiges Gefälle und konnte daher nicht sinnvoll mit großen Fliesen benutzt werden – nur Mosaik wäre möglich gewesen. Unser Fliesenleger war glücklicher Weise vor Ort und hat den Sanitär Mann wieder nach Hause geschickt. Statt dem Duschboard hat unser Fliesenleger nun ein normales Gefälle mit Estrich hergestellt und wie im EG eine Geberit Rinne verbaut. Natürlich wurde auch alles ordentlich abgedichtet. Im Gegensatz zum Team Fliesenleger wurde bei uns mit AB Abdichtbahnen gearbeitet. Wir haben mittlerweile übrigens eine Gutschrift für das Duschboard bekommen.

Statt den geplanten 3 Wochen war unser Fliesenleger mit Unterbrechungen nun insgesamt 10 Wochen beschäftigt. Besonders aufwändig scheinen die Bäder gewesen zu sein. Wir haben wohl einfach zu schwere Fliesen und zu viele Wandnischen. Das Ergebnis kann sich aber wirklich sehen lassen. Wir sind sowohl mit der Qualität unseres Fliesenlegers, als auch mit der Wahl der Fliesen vollauf Zufrieden.